Am Morgen scheint wieder die Sonne und Miss Sunshine präsentiert sich hübsch am Pool. Heute ist Waschtag und das schöne Wetter hilft beim Trocknen an der Leine. Relativ spät suchen wir ein Restaurant “for a bite”, aber die meisten schliessen um zwei die Küche, wenn nicht sogar das ganze Lokal. Bei Mr. Curtis bekommen wir aber feine Tapas in einem speziellen Ambiente. Am Strand von Mount Martha entzücken die vielen farbigen Bathing Boxes. Sie stammen grösstenteils aus dem 19. Jahrhundert und stehen an vielen Stränden entlang der Port Phillip Bay von Melbourne bis Portsea. Ursprünglich sollten sie für gesittetes Badevergnügen sorgen. Die Häuschen haben weder Strom noch Wasser, sondern sie dienen vor allem als Umkleidekabinen und dem Aufbewahren von Strandutensilien. Sie werden innerhalb von Familien vererbt und falls sie doch einmal auf den Markt kommen, kosten sie so viel wie ein richtiges Haus in der Region. Ausserdem muss der Käufer in einem Eigenheim in der Nähe wohnen und den vollen Kaufpreis in bar bezahlen. Banken vergeben keine Kredite für die Boxes, da sie keine regelmässige Rendite bieten. Trotzdem verdopple sich ihr Wert alle sieben bis zehn Jahre. Am Abend ist Wäsche falten und packen angesagt. Es gibt “Chop Suey” nach dem Rezept der Mutter eines Youtube-Kochs.























